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Spenden statt entsorgen


Fahrräder für Radstationen in der Nachbarschaft

Jedes Jahr bleiben auf dem Werkgelände von INEOS in Köln zahlreiche Fahrräder zurück, die nicht mehr genutzt oder abgeholt werden. Statt diese Räder zu entsorgen, spendet das Unternehmen sie seit 2026 an Radstationen in der Umgebung. Die abgestellten Fahrräder werden regelmäßig vom Zentralen Asset Service (ZAS) mit einem Band versehen. Nach Ablauf einer bestimmten Frist wird überprüft, welche Räder weiterhin mit diesem Band gekennzeichnet sind und nicht bewegt wurden. Diese werden eingesammelt und eingelagert.

Thomas Schmitz, Meister im ZAS, koordiniert die Aktionen. „Inzwischen haben wir fast hundert Fahrräder eingesammelt. Besonders nach Stillständen bleiben häufig Fahrräder von Dienstleistenden im Werk zurück. Diese sammeln wir dann ein“, erklärt er.

Jens Stotzem, freigestelltes Mitglied des Betriebsrats, kennt die Situation gut, da er zuvor als technischer Meister im ZAS tätig war. Vor zwei Jahren wurde er auf die „Radstation“ in Dormagen aufmerksam. Diese von der Caritas organisierten Einrichtungen bieten verschiedene Serviceleistungen rund ums Fahrrad an. Gemeinsam mit Andreas Hain von der Ereigniskommunikation und dem Nachbarschaftsdialog stellte er den Kontakt zur Caritas her. Ziel war es, die bei INEOS in Köln eingesammelten Fahrräder zu spenden, anstatt sie kostenpflichtig zu entsorgen.

Mitte März 2026 fand die erste Abholung statt. Rund 30 Fahrräder wurden von der Caritas übernommen und auf die Radstationen in Grevenbroich und Neuss verteilt. Dort werden die Räder aufbereitet und anschließend zu günstigen Preisen an Menschen mit Unterstützungsbedarf weitergegeben. Die Erlöse fließen wiederum in soziale Projekte der Caritas. Ende Juli 2026 übernahm die Caritas weitere 30 Fahrräder.

Eine wichtige Rolle bei der Organisation übernimmt ZAS-Mitarbeiter Toni Vitale. Als Ansprechpartner für den Reparaturservice der Werkfahrräder am Standort koordiniert er das Einsammeln und die Übergaben: „Die Zusammenarbeit mit der Caritas funktioniert hervorragend. Für mich ist es eine tolle Sache, dass die abgestellten Fahrräder weiter genutzt werden. Wir schaffen Platz und leisten einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.“

Auch künftig sollen die Abholaktionen regelmäßig zwei- bis dreimal pro Jahr stattfinden. Jens Stotzem zieht ein positives Fazit: „Ich freue mich sehr, dass dieses Projekt erfolgreich gestartet ist und so gut angenommen wird. Es ist eine echte Win-Win-Situation: Die Fahrräder werden sinnvoll weiterverwendet, Menschen profitieren von günstigen und verkehrssicheren Rädern, und gleichzeitig leisten wir einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und sozialem Engagement in unserer Nachbarschaft.“

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