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Köln

INEOS IN KÖLN WÄCHST – UND DER HAFEN MIT!

INEOS investiert in die Zukunft des Kölner Standorts

Das Unternehmen plant den Bau einer neuen Tankerbrücke im Hafen am Chemiepark Dormagen, um eine schnellere Schiffsabfertigung und höhere Verladekapazität zu ermöglichen.

Der Antrag zur Errichtung und zum Betrieb der neuen Tankerbrücke wurde von INEOS in Köln bei der Bezirksregierung Köln und beim Wasser- und Schifffahrtsamt in Köln eingereicht, der Bau wurde Ende Juni 2018 genehmigt. INEOS hat im Juli 2018 mit den Bauarbeiten zur Errichtung der neuen Tankerbrücke begonnen. Die Investitionssumme inklusive dazugehöriger Infrastrukturmaßnahmen liegt im zweistelligen Millionenbereich.

Hier entsteht die neue Tankerbrücke

Die neue Tankerbrücke mit Verladeplattform wird nördlich der bestehenden Tankerbrücken auf Kölner Stadtgebiet gebaut. Die Schiffe machen an Pfählen fest, auch Dalben genannt, die im Uferbereich errichtet werden. Überirdische Rohrleitungen verbinden die neue Tankerbrücke mit dem Chemiestandort. Sie verlaufen über Rohrbrücken und sind hochwassersicher.

Für mehr Verladekapazität

Pro Tag können an der neuen Tankerbrücke Ladungen von drei bis vier Schiffen gelöscht werden. Eine Schiffsladung von etwa 1.000 Tonnen entspricht jener von etwa 21 Schienenkesselwagen bzw. 45 Tanklastwagen. Durch die zusätzliche Verladekapazität wird die Rohstoffversorgung von INEOS in Köln langfristig gesichert.

Für die Chemieindustrie ist die Binnenschifffahrt unverzichtbar. Deshalb befinden sich viele Chemiestandorte in unmittelbarer Wassernähe. Große Gütermengen können so sicher und umweltschonend transportiert werden. Im Gegensatz zur Auslastung der Straßen verfügt der Rhein als Wasserweg noch über Kapazitätsreserven. Der Wasserweg hat weitere Vorteile: Laut Umweltbundesamt verbraucht der Transport mit einem Binnenschiff verglichen mit Tanklastwagen die Hälfte der Energie und verursacht so weniger CO2-Emmissonen.

An den Tankerbrücken werden wie bisher Flüssigkeiten und Gase umgeschlagen. Seit Bestehen des Chemiestandorts werden diese Stoffe im Hafen verladen, um daraus Produkte des täglichen Bedarfs herzustellen. Die Be- und Entladung der Schiffe erfolgt dabei über Verladearme. Darüber werden die angelieferten Stoffe direkt in das Rohrleitungssystem des Chemiestandorts gebracht, in Tanks gefüllt und in den Produktionsanlagen weiterverarbeitet. Benzin oder Gasöl werden gemäß der Verordnung über die Beförderung gefährlicher Güter auf dem Rhein in doppelwandigen Schiffen transportiert.

Chemische Grundstoffe sichern unseren Alltag

Bei INEOS in Köln werden Produkte hergestellt, die der chemischen Industrie als Ausgangsstoffe für die Herstellung von Kunststoffen, Kautschuk und Fasern dienen. Darüber hinaus finden sie Anwendung in Lösungs- und Waschmitteln, Lacken, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie in der Kosmetik und Pharmazie.

Sicherheit großgeschrieben

Für INEOS haben die Bereiche Sicherheit, Gesundheit und Umwelt höchste Priorität. Die neue Tankerbrücke ist mit Sicherheitssystemen ausgestattet, die dem Stand der Technik entsprechen und zum Beispiel auf Veränderungen von Druck und Temperatur reagieren. Die Be- und Entladung von Schiffen erfolgt über Verladearme, die mit Schnelltrennkupplungen ausgestattet sind. Eine solche Kupplung hat zwei Armaturen und eine Klammer, welche die Systeme trennt, wenn beide Armaturen vollständig geschlossen sind. Sollte ein Verladearm unvorhergesehen vom Schiff getrennt werden, wird so ein Produktaustritt verhindert.

Zum Schutz der Nachbarschaft, der eigenen und Partnerfirmenbeschäftigten sowie der Umwelt sind die Tankerbrücken ins umfassende Sicherheitskonzept des Chemieparks eingebettet. Die Anlagen werden wie Rohrleitungen bei regelmäßigen Begehungen kontrolliert. Fluchttreppen stellen sicher, dass die Beschäftigten auf den Tankerbrücken und die Schiffsbesatzung zu jedem Zeitpunkt unverzüglich an Land gelangen können. Die Be- und Entladung der Schiffe wird kontinuierlich überwacht.

Fragen und Antworten

Wo soll die Tankerbrücke entstehen?
Die neue Tankerbrücke mit Verladeplattform wird nördlich der bereits bestehenden Anlagen im Hafen am Chempark Dormagen auf Kölner Stadtgebiet gebaut.

Wieso baut INEOS eine neue Tankerbrücke?
Die Tankerbrücke ist eine Investition in die Zukunft des Standorts. Die Erweiterung erhöht die Verladekapazität und ermöglicht eine schnellere Abfertigung der Schiffe. Dadurch wird die Rohstoffversorgung des Chemiestandorts langfristig gesichert. Zusätzlich wird die Anzahl der Schiffe in Warteposition reduziert.

Welche Informations- bzw. Beteiligungsmöglichkeiten gibt es für die interessierte Öffentlichkeit?
Das Projekt wurde Vertreter/innen der Städte Köln und Dormagen vorgestellt. Die Medien und damit die breite Öffentlichkeit wurden im Rahmen einer Pressekonferenz am 6. April 2016 informiert. Zudem gibt es einen Flyer und eine Projektwebseite, auf der sich interessierte Bürger/innen informieren können. Bei weitergehenden Fragen besteht die Möglichkeit, direkt mit INEOS in Köln in Kontakt zu treten: Dr. Anne-Gret Iturriaga Abarzua, Leiterin Unternehmenskommunikation, t. 0221 3555-0, unternehmenskommunikation@ineos.com

Wie erfolgt die Anbindung der neuen Tankerbrücke an den Chemiestandort?
Neben der bestehenden Rohrbrücke über die Bundesstraße 9 wird am Tor 10 eine zweite Brücke über die B9 gebaut. Zudem wird ein zusätzliches Rohrbrückenteilstück errichtet.

Wer wird mit der Umsetzung beauftragt?
Zur Umsetzung der Pläne werden ausschließlich zertifizierte Unternehmen für Wasserbau mit langjähriger Erfahrung beauftragt.

Welche Stoffe werden an den Tankerbrücken umgeschlagen?
An den Tankerbrücken werden Flüssigkeiten und Gase umgeschlagen. Es handelt sich um Grundstoffe der Chemieindustrie.

Welche Stoffe werden transportiert?
Nach aktuellem Planungsstand werden an der neuen Tankerbrücke Grundstoffe der Chemieindustrie wie Leichtbenzin oder Autogas umgeschlagen. Alle Stoffe, die an den Tankerbrücken verladen werden, müssen im Genehmigungsverfahren zugelassen werden.

Warum werden diese Stoffe nicht über eine Pipeline geliefert?
Die nötigen Kapazitäten, um die Stoffe in gleichem Umfang zu transportieren, sind bei Rohrleitungssystemen und Pipelines nicht gegeben.

Was tut INEOS, um Unfälle zu verhindern?
Für INEOS haben die Bereiche Sicherheit, Gesundheit und Umwelt höchste Priorität. Zum Schutz der Nachbarschaft, der eigenen und Partnerfirmenbeschäftigten sowie der Umwelt sind die Tankerbrücken in das umfassende Sicherheitskonzept des Chemieparks eingebettet. Die neue Tankerbrücke ist mit Sicherheitssystemen ausgestattet, die dem Stand der Technik entsprechen und zum Beispiel auf Veränderungen von Druck und Temperatur reagieren. Die Anlagen werden wie Rohrleitungen bei regelmäßigen Begehungen kontrolliert. Fluchttreppen stellen sicher, dass die Beschäftigten auf den Tankerbrücken und die Schiffsbesatzung zu jedem Zeitpunkt unverzüglich an Land gelangen können. Die Be- und Entladung der Schiffe wird kontinuierlich überwacht.

Welche Sicherheitsvorkehrungen gibt es beim Be- und Entladen der Schiffe?
Die Be- und Entladung von Schiffen erfolgt über Verladearme, die mit Schnelltrennkupplungen ausgestattet sind. Eine solche Kupplung hat zwei Armaturen und eine Klammer, welche die Systeme trennt, wenn beide Armaturen vollständig geschlossen sind. Sollte ein Verladearm unvorhergesehen vom Schiff getrennt werden, wird so ein Produktaustritt verhindert.

Können Stoffe dennoch in den Rhein gelangen?
Die Plattformen der Tankerbrücken sind als Auffangraum gestaltet. Sollte es zu einem Produktaustritt kommen, werden die Stoffe zurückgehalten und zur Entsorgung in die werkeigene Kläranlage gepumpt. Unter dem Rohrleitungsweg wird eine Auffangwanne installiert.

Wie werden Reedereien ausgewählt, die den Hafen anlaufen?
Sicherheit hat bei der Auswahl der Reedereien, mit denen INEOS in Köln zusammenarbeitet, höchste Priorität. Darüber hinaus sammelt ein internes Sicherheitsteam bei INEOS in Köln laufend Informationen zu jedem einzelnen Schiff, das zum Einsatz kommt. Bei Unregelmäßigkeiten reagiert das Unternehmen schnell und gezielt.

Sind Naturschutzgebiete von den Baumaßnahmen betroffen?
Der Hafen am Chemiepark liegt in einem Landschaftsschutzgebiet, das zur Nutzung als Hafen ausgewiesen ist. Alle dadurch erforderlichen Maßnahmen werden bei der Planung berücksichtigt.

Werden Straßen durch die neue Tankerbrücke entlastet?
Das Projekt dient zunächst der Erweiterung der Verladekapazität. INEOS in Köln geht davon aus, dass die neue Tankerbrücke den Transport auf der Schiene mit mehreren tausend Tonnen pro Jahr entlastet. Mit der Binnenschifffahrt baut INEOS in Köln darüber hinaus einen Transportweg aus, der im Gegensatz zur Straße noch über Kapazitätsreserven verfügt.

Gibt es während der Baumaßnahmen Auswirkungen auf die Nachbarschaft?
Mögliche Auswirkungen der Bautätigkeiten auf die Nachbarschaft werden so gering wie möglich gehalten. Geplant ist etwa die Bündelung des Baustellenverkehrs, um den Verkehr auf der B9 nicht zu beeinträchtigen.