CO2-Abscheidung mittels L-Arginin für Steamcracker
Die Lösung für weniger CO2 in der Atmosphäre
Steamcracker zählen zu den größten CO₂‑Emittenten der Basischemie. Die Verbrennung von unvermeidbar anfallendem Heizgas für Prozesswärme erzeugt technisch bedingte Emissionen. CALA adressiert diese Herausforderung mit einer effizienten und netzdienlich betreibbaren Alternative unter Einsatz der Aminosäure L-Arginin.
Von der Idee ...
Das Projekt CALA umfasst die Anwendung und Weiterentwicklung einer neuen Technologie zur CO₂‑Abscheidung aus Rauchgasen von Steamcrackern. Sie nutzt eine wässrige L‑Arginin-Lösung, die CO₂ über Membrane aus dem Rauchgas absorbiert und anschließend per Elektrodialyse wieder freisetzt. Das Verfahren ist rein elektrisch, modular skalierbar und erreicht im Labor mehr als 99,8 Prozent Abscheidegrad.
... zur Umsetzung
Die Pilotanlage wird als Containermodul an den Rauchgaskanal des Hilfskessels des Steamcrackers bei INEOS in Köln
angeschlossen. Sie umfasst:
- Absorptionsmodule (Membran)
- Tank mit L‑Arginin-Lösung
- Elektrodialysemodule zur CO₂-Desorption
- CO₂‑Abscheideeinheit für hochkonzentriertes CO₂
Kleine Anlage, große Wirkung
Die Pilotanlage demonstriert den L‑Arginin‑Prozess erstmals im realen Betrieb eines Steamcrackers mit Einbindung in Strom-, Wasser und Abwassersysteme.
- Langzeitstabilität der Module (Absorption/Desorption)
- Einfluss von NOx im Dauerbetrieb
- Energieverbrauch minimieren
- Validierung Abscheidegrad < 50 ppm Rest-CO₂
- Betriebszeiten bis zu 2.000 h
Projektdaten
- Gesamtrahmen: 1,45 Millionen Euro
- Fördermittel: 579.681 Euro
- Laufzeit: 36 Monat