Versorgungstunnel

Versorgung sichern
Bei INEOS in Köln wird seit Mitte Oktober 2016 ein begehbarer, unterirdischer Versorgungstunnel zur Verbindung des Ost- und Westwerks errichtet. Dabei werden eine Straße und die Eisenbahnlinie zwischen Dormagen und Köln-Worringen unterquert. Die sich im Versorgungstunnel befindlichen Rohrleitungen transportieren die für die Produktion notwendigen Ausgangsstoffe und Produkte.

Der Versorgungstunnel verbessert die Infrastruktur und Zukunftsfähigkeit des Standorts. Zudem wird die Instandhaltung und Wartung von Rohrleitungen erleichtert. Molchungen erübrigen sich somit. Da bisher nur etwa ein Viertel der möglichen Rohrleitungen montiert ist, verfügt der Versorgungstunnel über Ausbaureserven. Hier sehen Sie ein Video zu den Bohrarbeiten:

Zeitplan: Die Planungsarbeiten für den Tunnel wurden 2015 begonnen, die Bauarbeiten werden voraussichtlich im zweiten Quartal 2017 abgeschlossen sein.

                     
Querschnitt durch den Versorgungstunnel, Studie: MOLL-prd GmbH & Co KG 

Bauabwicklung: Für den Bau des Versorgungstunnels wurde das sogenannte Rohrvortriebsverfahren gewählt. Dabei wird mittels hydraulischen Stempeldrucks ein Bohrkopf durch das Erdreich gedrückt und der so entstehende Tunnel mit vorgefertigten Stahlbetonrohren ausgekleidet. Es wurden Betonrohre mit einem Innendurchmesser von 2.400 Millimetern und einer Wandstärke von 300 Millimetern eingesetzt. Insgesamt wurden 43 Rohre mit einer Länge von je vier Metern verbaut.

Eckdaten: Die Länge des Tunnels beträgt zwischen Start- und Zielschacht etwa 175 Meter und wird mit einem minimalen Gefälle von 0,5 Prozent Richtung Zielschacht ausgeführt. Der am Anfang und am Ende des Tunnels entstehende Start- bzw. Zielschacht wird als Stahlbetonbauwerk ausgebildet und später als Ein- und Ausstiegsbauwerk für Wartungsgänge dienen.

 
Einheben der Tunnelvortriebsmaschine in das Zugangsbauwerk, Foto: INEOS in Köln