SHE-Prinzipien

Für INEOS stehen Sicherheit und Gesundheit der eigenen und Partnerfirmenbeschäftigten an oberster Stelle.

Dazu hat INEOS die „7 Leben rettende Regeln“ (INEOS Group Life Saving Rules) herausgegeben. Sie lauten wie folgt:

  1. Kein Zugang zum Werk unter Alkohol- oder Drogeneinfluss sowie striktes Alkohol- und Drogenverbot auf dem Werkgelände
  2. Striktes Rauchverbot außerhalb besonders gekennzeichneter Bereiche
  3. Arbeiten an unter Spannung oder Produkt stehenden Bauteilen und Maschinen sind nur mit ausdrücklicher Genehmigung zulässig
  4. Sicherheitsbedeutsame Einrichtungen und Verriegelungen dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung außer Kraft gesetzt werden
  5. Bei Höhenarbeiten ist zwingend eine geeignete Absturzsicherung zu benutzen
  6. Geschlossene Räume, Behälter, Gruben etc. dürfen nur nach Gastest und nur mit ausdrücklicher Genehmigung betreten/befahren werden
  7. Bei Kran- und Hebearbeiten ist unbefugten Personen der Zutritt zum Gefahrenbereich unterhalb schwebender Lasten strikt untersagt

Im Jahr 2017 gab es leider eine hohe Anzahl an Vorfällen, bei denen diese Regeln von Partnerfirmen nicht eingehalten wurden. Jeder einzelne dieser Verstöße hätte zu einer schweren Körperverletzung oder zu einem Todesfall führen können.

INEOS ergänzt daher alle Verträge mit Partnerfirmen mit Malusklauseln, die INEOS für den Fall eines Verstoßes gegen die „7 Leben rettende Regeln“ folgende Rechte einräumen:

  1. Jede/r Beschäftigte von Partnerfirmen (oder deren Unterauftragnehmer), die/der gegen eine der „7 Leben rettende Regeln“ verstößt, wird unverzüglich des INEOS-Standorts verwiesen. 
  2. Zahlung eines pauschalisierten Schadenersatzes (Malus) durch die Partnerfirma bei Verstoß gegen eine der „7 Leben rettende Regeln“ durch eine/n Beschäftigte/n der Partnerfirma (oder deren Unterauftragnehmer) in Höhe von zwei Prozent des Umsatzes des vorherigen Kalenderjahres und bei neuen Lieferanten zwei Prozent des bisherigen Jahresumsatzes am Standort, basierend auf den gezahlten Rechnungen. Die Obergrenze des gesamten pauschalisierten Schadenersatzes liegt bei vier Prozent innerhalb eines Zeitraumes von zwölf Monaten.
  3. Beim zweiten Regelverstoß durch Beschäftigte einer Partnerfirma (oder deren Unterauftragnehmer) behält sich INEOS das Recht vor, den Vertragsumfang zu reduzieren oder den Vertrag aus wichtigem Grund zu kündigen.

Jede Kündigung stellt einen extremen Schritt dar. Je nach Schwere des Vorfalls kann der Vertrag eventuell weiterbestehen, sofern ein akzeptabler Maßnahmenplan seitens der Partnerfirma vorgelegt wird. Sicherheit hat höchste Priorität, dies entspricht unserer Unternehmensphilosophie.

Deshalb hat jeder Verstoß gegen Sicherheitsregeln (u.a. Werknorm 6.1) und insbesondere gegen die „7 Leben rettende Regeln“ Konsequenzen. Von unseren Partnerfirmen erwarten wir, dass sie unsere Philosophie verstehen und sich ihr anschließen.

INEOS wünscht sich sehr, niemals die unter Punkt 1-3 aufgeführten Maßnahmen bei einer Partnerfirma anwenden zu müssen. Sollte jedoch ein solcher Fall eintreten, wird der aus dem pauschalisierten Schadenersatz entstehende Betrag einer lokalen, gemeinnützigen Organisation gespendet.

Die Malusklauseln werden mit sofortiger Wirkung auf alle Partnerfirmen (oder deren Unterauftragnehmer) angewendet. In allen zukünftigen INEOS-Verträgen werden die „7 Leben rettende Regeln“ Vertragsbestandteil sein.

Malusklauseln „7 Leben rettende Regeln“

Zusätzlich zu und mit Vorrang vor allen anderen bestehenden Rechten und Pflichten, die im Vertrag festgelegt wurden, ist die Partnerfirma umfassend darüber informiert, dass im Falle eines Verstoßes gegen die „7 Leben rettende Regeln“ durch die Beschäftigten (oder deren Unterauftragnehmer) Folgendes gelten soll:

(a) Die Person, die gegen eine der „7 Leben rettende Regeln“ von INEOS verstößt, wird durch den Auftraggeber unverzüglich des Standorts verwiesen (INEOS-Standort oder Standort von Drittparteien, soweit zutreffend).  Die verwiesene Person darf diesen oder einen anderen INEOS-Standort innerhalb von zwölf Monaten nach dem Verweis nicht betreten und danach nur, wenn ausreichend Nachweis über angemessene Schulung zur Vermeidung einer Wiederholung vorliegt.
(b) Darüber hinaus zahlt die Partnerfirma pro Verstoß einen pauschalisierten Schadenersatz (Malus) an INEOS in Höhe von zwei Prozent des Umsatzes des vorherigen Kalenderjahres und bei neuen Lieferanten zwei Prozent des bisherigen Jahresumsatzes am Standort, basierend auf dem gezahlten Rechnungswert. Die Obergrenze des gesamten pauschalierten Schadenersatzes liegt bei vier Prozent innerhalb eines Zeitraumes von zwölf Monaten.
(c) Sollte durch Beschäftigte einer Partnerfirma (oder deren Unterauftragnehmer) innerhalb von zwölf Monaten ein zweiter Verstoß gegen die „7 Leben rettende Regeln“ von INEOS erfolgen, wird dieses Fehlverhalten als erhebliche Verletzung des Vertrags bzw. der Vereinbarung angesehen und INEOS behält sich das Recht vor, den Vertragsumfang zu reduzieren oder den Vertrag zu kündigen bzw. zu beenden.
(d) Im Falle einer Kündigung aus wichtigem Grund hat die Partnerfirma Anspruch auf Vergütung aller Leistungen, die seitens der Partnerfirma nachweislich bis zum Zugang der Kündigung verrichtet wurden. Weitergehende Ansprüche der Partnerfirma entstehen nicht. Die Partnerfirma muss alle bis zum Zeitpunkt des Zugangs der Kündigung erarbeiteten Resultate gemäß Stand des Projekts, Dokumentation und Materialien dem Auftraggeber gegenüber offen legen bzw. diesem übergeben sowie der unbegrenzten und uneingeschränkten Nutzung dieser Werte einwilligen.

Hier finden Sie die Malusklauseln auf Deutsch.
Hier finden Sie die Malusklauseln auf Englisch.

Hier finden Sie das Plakat „Unternehmenspolitik“.

Hier finden Sie die SHE-Ziele 2018.

Hier finden Sie die SHE-Ziele 2017.

7 Regeln Leben retten DE  7 Regeln Leben retten EN

Plakat Drogen


Das Video „Safety First“ begleitet Mila, Vadim und Ferhat durch ihren Arbeitsalltag. Mila ist eine entschlossene und selbstbewusste Frau, die auf sich und ihre Kollegen achtet. Vadim und Ferhat handeln überlegt und sind sich möglicher Gefahren bewusst. Alle drei passen aufeinander auf. So wenden sie Gefahren bereits im Vorfeld ab und verlassen das Werk unverletzt – gemäß dem Motto des INEOS-Managements: „Wir wollen, dass Sie unser Werk genauso unversehrt verlassen, wie Sie es betreten haben.“ Das Video wurde im Vorfeld eines zweimonatigen Anlagenstillstands gedreht, der bei INEOS in Köln im September 2013 startete.

Weiterhin hat INEOS in Köln im September 2013 eine Broschüre zur verhaltensbezogenen Sicherheit herausgegeben. Darin sind die zehn SHE-Prinzipien von INEOS aufgelistet. Sie dienen als Grundlage für alle Tätigkeiten. Um insbesondere Beschäftigte von Partnerfirmen, die während eine Stillstands eingesetzt sind, zu erreichen, wurde das Heft in 15 Sprachen veröffentlicht – Englisch, Deutsch, Schwedisch, Italienisch, Norwegisch, Französisch, Flämisch, Bosnisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Polnisch, Russisch, Serbisch, Türkisch und Ungarisch. Das Heft steht per Klick auf das untere Bild zum Ansehen und Download bereit.

10 SHE-Prinzipien

Damit jede Tätigkeit sicher ausgeführt wird, steht allen eigenen und Partnerfirmenbeschäftigten sowie Besucher/innen die 60-Sekunden-Check Karte zur Verfügung. Auf der Vorderseite sind Anweisungen für das Notruftelefonat und das Verhalten beim Alarm aufgeführt. Auf der Rückseite stehen 17 Fragen, die vor Arbeitsbeginn geklärt werden sollen. Beispiele sind: Gibt es einen freien Fluchtweg? Habe ich die geeignete Schutzausrüstung? Kann Produkt austreten?

   60 Sekunden-Check_Vorderseite  60 Sekunden-Check_Rückseite

Sicherheit bei INEOS hat höchste Priorität! Sehen Sie hier unser Video:

Die SHE-Charta ist das Fundament, auf dem wir in den Bereichen Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (Safety, Health and Environment = SHE) Spitzenleistungen erbringen und aufrechterhalten, was grundlegend für den nachhaltigen Erfolg von INEOS in Köln ist. Das Führungsteam engagiert sich hundertprozentig für die Einhaltung der Charta und wir erwarten dasselbe von allen unseren Beschäftigten und Kontraktoren. Motiviert durch unser hohes Engagement in Fragen der Sicherheit, der Gesundheit und des Umweltschutzes werden wir auch weiterhin konsequent das Ziel verfolgen, jeglichen Schaden von unseren Beschäftigten, unseren Familien, unseren Auftragnehmern, unseren Kunden, der Öffentlichkeit und der Gesellschaft insgesamt abzuwenden. Ein Leitprinzip für uns alle lautet: Unsere Arbeit ist niemals so dringend oder wichtig, dass wir uns nicht die Zeit nehmen sollten, sie sicher und der Umwelt gegenüber respektvoll auszuführen.