30.10.2012

INEOS in Köln aktiv bei PepperMINT

Bei der pepperMINT-Auftaktveranstaltung: Dr. Patrick Giefers, Dr. Günther Horzetzky und Ute Berg (v.l.)
Bei der pepperMINT-Auftaktveranstaltung: Dr. Patrick Giefers, Dr. Günther Horzetzky und Ute Berg (v.l.)
pepperMINT-Charta
pepperMINT-Charta

PepperMINT – das Unternehmensnetzwerk zur Förderung von Frauen in technischen Berufen – startete am Donnerstag, 25. Oktober 2012, in Köln mit der feierlichen Überreichung der MINT-Charta Köln durch Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalen, an Ute Berg, Wirtschaftsdezernentin der Stadt Köln.

In der Charta verpflichten sich die in Köln ansässigen Unternehmen INEOS, ITyX, NetCologne und QSC, Mitarbeiterinnen in MINT-Berufen bei der Entwicklung ihrer beruflichen Karriere zu unterstützen. Damit gehört INEOS in Köln zum Kreis der Gründungsmitglieder im PepperMINT-Netzwerk. In der Podiumsrunde bekräftigten Dr. Patrick Giefers, Geschäftsführer von INEOS in Köln, Christina Köhler, Senior Personalreferentin und Projektverantwortliche bei NetCologne, Claudia Isringhaus, Leiterin Kommunikation bei QSC und Petra Franke, Sales Managerin bei ITyX, ihre hohen Erwartungen an das Projekt.

Für INEOS in Köln nimmt Katharina Schwarze, Chemieingenieurin bei INEOS in Köln, als Mentee bei PepperMINT teil. Ihr Vorgesetzter, Site Optimisation Manager Dr. Ralf Gesthuisen, erklärte sich im Gegenzug dazu bereit, im Rahmen von PepperMINT als Mentor zur Verfügung zu stehen. Dr. Giefers: „Wenige Männer kommen überhaupt auf die Idee, Kolleginnen als potentielle Führungskräfte zu sehen. Wir machen mit, um ein Modell zur Frauenförderung bei INEOS in Köln zu entwickeln.“

Christian Kerner, Rechtsanwalt und Vorstand des Wirtschaftsclubs Köln, eröffnete den PepperMINT-Kickoff in den Räumen der IHK: „Über die Frauenquote bzw. über mehr Frauen in Führungspositionen wird viel und kontrovers diskutiert. Mit dem Start von PepperMINT wird nicht mehr diskutiert, sondern Nägel mit Köpfen gemacht. Und das zum Vorteil der beteiligten Unternehmen, weil gemischte Führungsteams nachweislich besser sind.“

IHK-Hauptgeschäftsführer Ulf Reichardt betonte in seiner Begrüßungsrede: „Die Erhöhung des Anteils von Frauen in MINT-Berufen sowohl in Fach- wie Führungspositionen ist eine der großen Herausforderungen in bildungs- und arbeitsmarktpolitischer Hinsicht.“ Das Projekt PepperMINT-Kölner Unternehmensnetzwerk zur Förderung von weiblichen MINT-Nachwuchsführungskräften sei deshalb ein wichtiger Baustein, um im Wettbewerb um die besten Fach- und Führungskräfte zu bestehen.

IHK-Geschäftsführerin Elisabeth Slapio, die das Projekt bereits in der Antragsphase unterstützt hat, begründete ihr Engagement: „Wir wollen die Angst der Mädchen und jungen Frauen vor den MINT-Berufen nehmen. Mit Projekten wie PepperMINT erreichen wir eine positive Signalwirkung.“

Zum Ausmaß des Fachkräftemangels zitierte Staatssekretär Dr Günther Horzetzky: „2020 werden der deutschen Wirtschaft 425.000 MINT-Mitarbeiter fehlen.“ 46 Prozent der Studenten seien zwar weiblich, aber die wenigsten studierten MINT-Fächer. „Deshalb plant das Land Nordrhein-Westfalen eine Fachkräfte-Initiative. Ab 2014 wollen wir mit einem 20-Mio-Projekt den Mangel an Fachkräften bekämpfen.“   

Hintergrund
MINT ist die Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Das PepperMINT-Projekt wird im Rahmen der Bundesinitiative „Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft“ gefördert. Es beinhaltet die Umsetzung von Cross-Mentoring und ein Angebot speziell zugeschnittener Führungsentwicklungsseminare mit dem Ziel, Frauen in MINT-Berufen für Leitungsaufgaben zu qualifizieren. Die teilnehmenden Unternehmen ergänzen dies mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und transparenter Leistungsbeurteilung bei der Besetzung von Führungspositionen. Das Programm wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und dem Deutschen Gewerkschaftsbund entwickelt und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie des Europäischen Sozialfonds finanziert. Die Stadt Köln und die IHK zu Köln unterstützen PepperMINT als Kooperationspartner.