Betroffene Stoffe (Ethylen, Acrylnitril)

Ethylen

Bei dem Vorfall am 17. März 2008 entzündete sich Ethylen, das aus einer Leitung ausgetreten war. Ethylen wird aus Leichtbenzin (Naphtha) in so genannten Crackern (Spaltanlagen) hergestellt und wird als vielseitiger Rohstoff in erster Linie für die Herstellung von Kunststoffen (z. B. Polyethylen), aber auch zur Reifungsbeschleunigung von Obst (z. B. Bananen) verwendet. Ethylen ist ein leicht entzündliches, süßlich riechendes Gas, das in höheren Konzentrationen Benommenheit verursacht.

Acrylnitril

Durch den Brand am 17. März 2008 wurde Acrylnitril aus einem Tank freigesetzt. Acrylnitril wird als Rohmaterial für die Herstellung von Kunstfasern (Dralon), Kunststoffen (Spielzeug) und synthetischem Kautschuk (Autos) verwendet. Der Stoff ist haut- und schleimhautreizend, riecht stechend und kann Krebs erzeugen. Nach dem Löschen gelangte Acrylnitril in die Luft, obwohl dies durch das Herunterkühlen des Tankes und das Aufbringen eines meterdicken Schaumteppichs weitgehend unterbunden werden konnte. Das restliche Acrylnitril wurde in dafür vorgesehene Tanks verpumpt.

Zurzeit wird gemeinsam mit den Behörden die ökologisch sinnvollste Aufarbeitung bzw. die fachgerechte Entsorgung geprüft.